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Gouverneurpalast
Seefahrtsmuseum und historisches museum des kroatischen küstenlands
Indem
wir die Straße Dolac verlassen und an dem frisch restaurierten
aber an Tradition alten Hotel Bonavia vorbeigehen, steigen wir
die Treppen zum ehemaligen Gouverneurpalast empor. Auf der
rechten Seite reihen sich Häuser, die auf dem Westrand der
mittelalterlichen und antiken Stadtmauern erbaut wurden. Die
Residenz, von der aus der Gesandte der ungarischen Krone des
Heilgen Stephan über Rijeka herrschte, wurde im Geiste des
Hochhistorismus von dem Budapester Architekten A. Haussmann
entworfen. Alles war auf Pomp im Dienste des
Gouverneurprotokolls eingestellt, sowohl das Äußere (im
Gegensatz zu den schlichteren Seitenflächen) als auch Teile
des Inneren, Atrien, Salons und der Marmorsaal. Der Palast
hatte als wirklicher und symbolischer Sitz der Stadtverwaltung
eine bewegte Vergangenheit.
Unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg war er Versammlungsort
für die italienischen Annextionisten (ardita), die von dem
Dichter Gabriele D´ Annunzio angeführt wurden, sowie für die
Gegner der Unabhängigkeit Rijekas und seines Anschlusses an
den Staat der Slowenen, Kroaten und Serben. In diesem Palast
befindet sich heute das Seefahrtsmuseum und das Historische
Museum des kroatischen Küstenlands (Pomorski i povijesni muzej
Hrvatskog primorja). Die Abteilungen für Seefahrt,
Kulturgeschichte, Archäologie und Ethnologie verfügen über
zahlreiche, vor allem regionale Sammlungen, die in
Ausstellungstücken und Katalogen präsentiert werden. Einige
Räume zeigen das authentische Ambiente eines Salons aus der
Zeit der Gouverneursherrschaft. Im Park vor dem Museum
befinden sich Torpedokanonen, die daran erinnern, dass der
Kroate Ivan Lupis diese Waffe erfunden hat, die in Rijeka
zuerst eingesetzt und danach jahrzehntelang in dieser Stadt
produziert wurde.

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