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Naturwissenschaftliche Museum
Nordöstlich davon befindet sich überhalb der Promenade
Vladimir Nazor in einer alten Villa das
Naturwissenschaftliche Museum (Prirodoslovni muzej -
Lorenzov prolaz 1). Der Naturwissenschaftler Dr. Josef Roman
Lorenz hat 1876 das Konzept für dieses Museum erdacht, das auf
Geologie und Meeresforschung ausgerichtet war. Obwohl einige
Exponate und Sammlungen allgemeinen Charakters sind, liegt der
Schwerpunkt dieser regionalen Institution, der einzigen in
diesem Raum, vor allem auf der Pflege des Naturraums von
Gorski kotar, Istrien und Kvarner. Die ständige Ausstellung
zeigt szenografisch und multimedial die geologische Geschichte
der Adria sowie Haifische, Rochen und Seeaale. Die
ichthyologische Sammlung verfügt über einige sehr seltene, und
die malakologische über geschützte Arten. In der
paläonthologischen Sammlung sind die ozeanischen
Makrofossilien bemerkenswert.
Im Park unterhalb des Naturwissenschaftlichen Museums befindet
sich das Kroatische Staatsarchiv. Im Archiv werden die
schriftlichen Dokumente zur regionalen Geschichte gesammelt,
aufbewahrt, systematisiert, erforscht und präsentiert. An der
Stelle des Archivgebäudes stand früher eine kleinere Villa,
die oft ihren Besitzer gewechselt hat. Nach mehreren
Adelsfamilien aus Rijeka, dem britischen Konsul und dem
Bürgermeister von Rijeka hatte der österreiche Erzherzog
Josef, ein Bruder des Kaiser Franz Josef I. das Gebäude
gekauft. Im Streit mit dem Hof, welcher ihn gezwungen hatte,
nach Ungarn zu gehen, hat Josef listig, in unmittelbarer Nähe
Opatijas, dem Winterkurort des Wiener Hofes, Rijeka als seinen
Wohnsitz gewählt, das damals unter direkter ungarischer
Verwaltung stand. Die aufwendige Rekonstruktion des Palastes,
Vila Giuseppe genannt, unter der Leitung des Architekten R.
Culotti, wurde 1895 beendet. Die Fassade und repräsentativen
Innenräume sind mit Ornamenten des Späthistorizismus
geschmückt. Der Palast des Erzherzogs wurde von einem
romantischen Park englischen Stils mit einem berühmten
botanischen Garten umgeben, der seinen bekannteren
Konkurrenten in Opatija übertraf. Der jetzige Park Nikola Host
ist nur noch ein trauriger Rest der glanzvollen früheren
Anlage.

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